Fünf Motivationstipps

Fünf Motivationstipps

für eine entspannte und sorgenfreie Augenpflastertherapie

Kinder tragen ein Augenpflaster, wenn die Sehstärke des einen Auges deutlich schlechter ist als die des anderen Auges. Anders als bei einer Kurz- oder Weitsichtigkeit arbeiten die Augen nicht richtig zusammen. Häufig haben die kleinen Patienten auch Probleme mit dem dreidimensionalen Sehen. Die Ursache für diese funktionelle Sehschwäche ist eine frühkindliche Entwicklungsstörung des Sehsystems, die beispielsweise durch Schielen entstehen kann.

Für den Erfolg einer Augenpflastertherapie ist es sehr wichtig, dass die Pflaster regelmäßig getragen werden. Doch gerade am Anfang fällt es einigen Kindern schwer, das Pflasterkleben zu akzeptieren. Das kann folgende Gründe haben: Da in der Augenpflastertherapie das besser sehende Auge abgeklebt wird, erlebt das Kind nach dem Aufkleben des Pflasters zunächst eine starke Seheinschränkung. Diese verbessert sich im Laufe der Therapie nach und nach. Die Beeinträchtigung und das Tragegefühl sind für das Kind ganz neu und ungewohnt. Hinzu kommt, dass manche Kinder einfach Angst vor dem Aufkleben und Entfernen eines Pflasters haben.

Über Facebook und Instagram berichten uns viele Familien, wie sie unsere Augenpflaster liebevoll und kindgerecht in den Alltag integrieren. Darum haben wir fünf Tipps für euch zusammengestellt, mit deren Hilfe ihr euer Kind motivieren könnt, die Augenpflastertherapie anzunehmen und das Pflaster auf dem Auge kleben zu lassen:

1. Die Therapie kindgerecht erklären

2. Feste Rituale etablieren

3. Eine angenehme Rahmensituation schaffen

4. Das Kind positiv bestärken

5. Das Kind aktiv miteinbeziehen

 

1. Die Therapie kindgerecht erklären

Abhängig vom Alter eures Kindes könnt ihr die Therapie und die Sehschwäche in einer kindgerechten Sprache und mit entsprechenden Bildern erklären. Die ORTOPAD®-Kundin Britta E. hat ihrem Sohn die Okklusionstherapie z. B. so erklärt:

„Dein eines Auge muss ständig die ganze Arbeit allein erledigen. Jetzt darf es unter dem Augenpflaster mal eine Pause machen. Das andere Auge ist eine richtig faule Socke und ruht sich immer nur aus. Nun muss das faule Auge auch mal trainieren. Irgendwann, wenn das faule Auge genug trainiert hat, sind beide Augen gleich stark.

 

2. Feste Rituale etablieren

Rituale schaffen Vertrautheit und helfen, neue Handlungen im Alltag von Kindern zu verankern. Am besten geht ihr bei der Auswahl des Pflasters und beim Aufkleben jeden Tag auf die gleiche Weise vor. Auch das Abziehen des Augenpflasters könnt ihr täglich gleich handhaben. Gestaltet diesen Prozess ruhig liebevoll und spielerisch. Bettina P., eine andere ORTOPAD®-Kundin, macht das beispielsweise so:

„Wir begleiten das Abziehen des Pflasters sprachlich oder singend und freuen uns dann lauthals und fröhlich, wenn das Auge wieder da ist. Wir gucken uns auch immer wieder unser Spiegelbild begeistert mit Pflaster und dann ohne Pflaster an, damit unsere Maus nicht nur spürt, dass da etwas in ihrem Gesicht verändert wird, sondern dass sie es auch bewusst sehen und beobachten kann.“

Bitte bedenkt, dass es ein paar Tage dauern kann, bis euer Kind ein neues Ritual als selbstverständlich angenommen hat.

 

3. Eine angenehme Rahmensituation schaffen

Sorgt beim Aufkleben und Abziehen des Pflasters für eine stressfreie und ruhige Atmosphäre. Verbindet die Zeit, in der euer Kind ein Auge abklebt, mit einer schönen Aktivität oder mit viel Zuwendung. Vielleicht freut sich euer Kind über Ausmalbilder. Auf unserer Website findet ihr viele kostenlose Übungsmaterialien, die Spaß machen und gleichzeitig das Sehen schulen.

Während dieser Zeit könnt ihr aber auch gemeinsam Bilderbücher anschauen oder mit Bausteinen spielen. Auf diese Weise verknüpft euer Kind positive Gefühle mit der Therapie.

 

4. Das Kind positiv bestärken

Wenn euer Kind sich im Umgang mit dem Augenpflaster sicher fühlt und das Pflaster akzeptiert, hat es sich natürlich auch ein Lob verdient. Sagt eurem Kind, wie toll es das macht und dass ihr stolz seid. Lobt ruhig auch vor anderen Leuten. Darüber hinaus können Belohnungssysteme, wie z. B. ein Wochenplan zum Abstempeln oder ein kleines Geschenk nach einer bestimmten Anzahl getragener Pflaster, für einen enormen Motivationsschub sorgen.

 

5. Das Kind aktiv miteinbeziehen

Bezieht euer Kind in verschiedene Handlungen und Entscheidungen mit ein. Auf diese Weise gebt ihr ihm das Gefühl, nicht völlig fremdbestimmt zu sein. Ganz sicher freut es sich, wenn es sich das Pflaster selbst aussuchen darf. Bei kleineren Kindern hilft es ggf., zuvor eine Vorauswahl zu treffen, um sie nicht zu überfordern.

Ältere Kinder empfinden es meist motivierend, wenn sie sich ihr Augenpflaster selbst abziehen dürfen und die Möglichkeit bekommen, die getragenen Pflaster z. B. auf ein Motivationsposter zu kleben oder die Klebezeiten auf einem Wochenplan abzustempeln. So sehen sie jeden Tag, was sie schon erreicht haben, und können sich gemeinsam mit euch über ihre Fortschritte freuen.

Wir wünschen euch eine sorgenfreie und erfolgreiche Augenpflastertherapie.

Euer ORTOPAD®-Team

 

Übrigens: Unsere ORTOPAD®-Motivationsartikel bringen viel Spaß in die Augenpflastertherapie und können kostenlos angefordert werden.